Fachgruppe Atemschutz




Jetzt wird`s heiß – Die Fachgruppe Atemschutz

Die Mitglieder der Fachgruppe Atemschutz sind speziell für Einsätze ausgebildet, bei denen die Atemluft am Einsatzort mit Gasen aus Brand- oder anderen chemischen Vorgängen verunreinigt ist.
So können die unter Atemschutz ausgebildeten Männer und Frauen die Gefahren bei einem Brandeinsatz aus unmittelbarer Nähe bekämpfen und damit Menschenleben retten.

Gruppenfoto 2017

Derzeit besteht die Gruppe aus 29 Kameraden, die sich aus beiden Zügen der Ortsfeuerwehr Großburgwedel zusammensetzen. Damit bildet diese Gruppe eine weitere Ausbildungseinheit mit einer Spezialisierung
(LINK: hier geht`s zur Fachgruppe „Absturzsicherung“).

Die Mitglieder dieser Fachgruppe verfügen über Fähigkeiten im Umgang mit außenluftunabhängigen Atemschutzgeräten. Deswegen werden sie auch als Atemschutzgeräteträger (AGT) bezeichnet.

Geführt wird die Ausbildungseinheit von:

Leiter Atemschutz Carsten van de Loo

Ausbilder Atemschutz René Manthe
(Foto folgt)
Bei Bränden geht die primäre Gefahr für Mensch und Tier nicht durch Feuer und Hitze aus, sondern durch die 
entstehenden Rauchgase:


 Statistisch gesehen sterben 95 Prozent der Brandopfer an den Folgen einer Rauchgasvergiftung."*)

…mehr zu diesem Thema erfahren Sie auch in diesem Video **)

Die Atemluftgeräte sind auf den Fahrzeugen im Mannschaftsraum der Löschfahrzeuge verlastet und können bereits während der Anfahrt zur Einsatzstelle angelegt werden. Damit gewinnen die Trupps wertvolle Zeit und kommen ausgerüstet am Einsatzort an.

AGT-Geraet

AGT-Gerät im Fahrzeug

Innraum Loeschfahrzeug

Innenraum im HLF-Löschfahrzeug

Beide Hilfeleistungslöschfahrzeuge (HLF) verfügen jeweils über sechs Geräte.

Im Einsatzfall verfügen Atemschutzgeräteträger noch über weitere spezialisierte Ausrüstungsgegenstände, wie z.B. eine Wärmebildkamera, Kohlenmonoxid-Warner (CO-Warner) und „Fluchthauben“ zur Rettung von vermissten Personen aus verrauchten Gefahren-Bereichen.

Da Atemgifte zu den häufigsten Gefahren an einer Einsatzstelle zählen, werden die Atemschutzgeräteträger als erste in solchen Hochrisikobereichen eingesetzt. Sie bilden damit die Speerspitze bei der Bekämpfung von Gefahren bei Brand- und Gefahrguteinsatzstellen.

Ihrem Eigenschutz wird deshalb auch eine besondere Aufmerksamkeit beigemessen. Dies spiegelt sich auch in den Übungen und Einsatztaktiken wider, in denen, neben dem Einsatzauftrag auch die Eigen-Rettung und Abfolgen von Notfallverfahren intensiv eingeübt werden. Des Weiteren erlernen die AGT‘ler, wie sie sich mit der AGT-Ausrüstung in Bereichen mit Hitze und Verrauchung zurechtfinden und bewegen. An einer Einsatzstelle müssen immer vier Atemschutzgeräteträger verfügbar sein, da neben dem Angriffstrupp immer mindestens auch ein Sicherheitstrupp gestellt werden muss. Der Sicherheitstrupp sichert den Angriffstrupp, bildet eine Reserve und kann im Notfall bei Gefahr unterstützen, oder Angriffstrupp aus Gefahrbereichen retten.

Kamerad mit AGT Ausrüstung

weitere Bilder – das sind die Gesichter hinter den Masken:


*)  WELT-Artikel vom 10.08.2005, Link
**) Dokumentation „Rauchgasvergiftung – was dabei im Körper passiert“, 20.11.2018 ∙ Quarks ∙ WDR Fernsehen)